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Archiv

Online seit: 09.09.2019
NIR fordert gleiches Recht auf Arbeit oder Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

Behindertenbeiräte und -beauftragte der Regio-Gruppe Nord-West nahmen an einer dreitägigen Klausurtagung des Niedersächsischen Inklusionsrates von Menschen mit Behinderungen (NIR) in Papenburg auf Einladung der Landesbehindertenbeauftragen Petra Wontorra teil. Vertreter der Städte Oldenburg und Delmenhorst und Vertreter der Landkreise Oldenburg und Ammerland tauschten sich rege mit Vertretern der 6 anderen Regio-Gruppen des NIR aus.

Diskutiert wurde im Forum Alte Werft zum Thema Übergang Schule, Ausbildung und Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Nur wenigen Jugendlichen mit Behinderungen gelingt bisher ein unbeschwerter gradliniger Übergang von Schule auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Diverse Eignungsmaßnahmen werden durchlaufen, um von fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen abzulenken.
Diskutiert haben ca. 50 Teilnehmer*innen mit der Arbeitsagentur, dem Niedersächsischen Integrationsamt und mit einer Schwerbehindertenvertretung, hier beispielhaft mit Daimler Benz aus Bremen.
Es gibt zahlreiche Hilfen und Anreize für Arbeitgeber*innen Menschen mit Behinderungen einzustellen, wie zum Beispiel Zuschüsse zur barrierefreien Ausstattung von Arbeitsplätzen, Budgets für Arbeit, Arbeitsassistenzen sowie Zuschüsse bei der Einstellung eines Auszubildenden mit Behinderung oder Ausgleich von behinderungsbedingter Minderleistung.

Menschen mit Behinderungen sind auf Arbeitgeber*innen angewiesen, die ihnen eine Chance geben, ihr Können zu zeigen. Verläuft dieses positiv, profitieren beide Seiten. Arbeitgeber*innen, die hier noch skeptisch sind, haben die Möglichkeit in unverbindlichen Praktika potentielle Arbeitnehmer*innen mit Behinderungen kennenzulernen. Zu viele Betriebe und Unternehmen scheuen diesen Weg jedoch, obwohl sie Arbeitskräfte suchen.

Als Praktikant mit Behinderungen von einem Betrieb nach der Probezeit nicht übernommen zu werden ist nicht tragisch, schlimm jedoch ist, keine Chance zu bekommen, sich beweisen zu dürfen.

Regionale Behindertenbeiräte und -beauftragte plädieren darum an die Arbeitgeber*innen, insbesondere auch an die Betriebsräte Arbeitnehmern und Praktikanten mit Behinderungen bei der Arbeitsaufnahme unterstützend zu begegnen und ihnen gleiches Recht auf Arbeit einzuräumen. Informationen halten hierzu Integrationsämter und auch betriebliche Schwerbehindertenvertretungen vor.


Foto von links:
Michael Grashorn, Volker Paulo, vorne: Sabine Bretzke, Ernst-Dieter Hoffhenke, Jane Holthausen, Rita Rockel und Maren Merl
 

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